BODYBUILDER / BODYBUILDER
BODYBUILDER
2005 - Videoprojektion auf eine Wand
Zwei Männer und zwei Frauen mit muskulösen Körpern in knallfarbenen Sportslips und Bikinis treten nacheinander vor weißem Hintergrund auf. Sie vollziehen einstudierte Bewegungsabläufe, ihre Kür, die sie bei Wettbewerben vor großem Publikum präsentieren. Hier stehen sie uns ohne Musikbeschallung in einer fast intimen Situation in realer Größe gegenüber. Ihre langsamen Bewegungen, das Knacken der Gelenke, ihr Atmen und Stöhnen, der austretende Schweiß lassen die große körperliche Anstrengung spürbar werden.
Der Betrachter versucht im Geiste die Muskelanspannungen nachzuvollziehen und vergleicht, wie vor einem Spiegel, sein eigenes Erscheinungsbild mit dem der Athleten. Dabei wird er sich vielleicht auch seiner Rolle als passiver Voyeur gegenüber eines sich verausgabenden Akteurs bewusst.
Der Bodybuilder begreift seinen Körper als etwas Gebautes, als Skulptur. Er modelliert und gestaltet ihn durch gezieltes Training und eine entsprechende Ernährung.
Durch die Form des Auftritts, das Posing der Akteure, gerät der Betrachter in die Rolle eines Schiedsrichters, der über den Grad der Perfektion entscheidet. Somit geht es hier inhaltlich auch um die Frage, was Schönheit ist und wie sie sich definiert.
Die Arbeit war erstmals im Rahmen der Einzelausstellung „Body-Bilder“ (2005) in der Galerie Gabriele Rivet in Köln zu sehen.
Darsteller:
Paolo Moschitto, Michaela Schmitz, Tony Schmitter, Smilka
BODYBUILDER
2005 - video projection on wall
One by one, two men and two women, all with muscular builds, appear in front of a white background wearing garishly colored sport briefs and bikinis. They complete a rehearsed series of movements - the free-style routines they present in front of large audiences at bodybuilder tournaments. Then they appear opposite us, in life-size, in an almost intimate atmosphere without background music. Their slow movements, the cracking of their joints, their breathing and groaning and the sweat they excrete make their considerable physical efforts palpable.
Viewers mentally attempt to understand the tensing of the bodybuilders' muscles. As if standing in front of a mirror, they compare their own physical appearance with those of the athletes. In the process, they may also become aware of their roles as passive voyeurs observing active individuals who are exerting themselves to the fullest.
Bodybuilders think of their bodies as something constructed, as sculptures. They mold and design their bodies through concerted training and special diets.
Through the form of the performance and the athletes' posing, the viewers wind up in the role of a judge who decides upon their degree of perfection. Thus, in terms of content, this work also addresses the issue of beauty and how it is defined.
The work was first shown publicly as part of the solo exhibition “Body-Bilder” (Body Images, 2005) at the Galerie Gabriele Rivet in Cologne.
Actors:
Paolo Moschitto, Michaela Schmitz, Tony Schmitter, Smilka